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15.11.11

Zum Jubiläum nur das Beste

Die 10. Auflage der Schwalbe TOUR Transalp powered by Sigma muss etwas Besonderes sein, da war sich Streckenchef Uli Stanciu sicher. So ist er frühzeitig losgestreift, um einige Überraschungen aus der Schatzkiste der Alpenpässe zu zaubern. In Kombination mit den bewährten Klassikern der vergangenen Jahre ergibt sich eine Strecke, die eines Jubiläums absolut würdig ist. Uli gewährt im Interview einen kurzen Einblick in das, was die Teilnehmer 2012 erwartet.

 

Die 10. TOUR Transalp soll im Jubiläumsjahr etwas Besonderes sein. Wie ist Dein Gesamteindruck von der Strecke?

Darf ich zuerst sagen, dass mir von den vielen Veranstaltungen, die wir in den vergangenen 15 Jahren gemacht haben, die Schwalbe TOUR Transalp powered by Sigma besonders ans Herz gewachsen ist. Das liegt einfach daran, dass sie so eine wunderschöne Veranstaltung ist, die eine sehr gute Stimmung hat und das Highlight für jeden Rennradfahrer ist. Natürlich ist es besonders schön, dass die Jubiläumsstrecke in 2012, wie auch die erste Tour Transalp in 2003, auch durch die Dolomiten führt, was landschaftlich besonders reizvoll ist.

Auf welche neuen Streckenabschnitte dürfen sich die Teilnehmer denn im nächsten Jahr freuen?

Zum einen haben wir die Kombination der Sella Ronda, dieses wunderschönen Stückes der Dolomiten, etwas abgewandelt. Wir gehen nach dem Start in St. Vigil über das Grödnerjoch und das Sellajoch, das haben wir schon öfter gemacht, aber dieses Mal runter ins Fassatal und rauf über den Fedaia-Pass. Der Fedaia-Pass ist einer der allerschönsten Pässe, weil man eben am türkisgrünen Fedaia-See vorbei fährt und rechts von sich die riesige Felswand der Marmolata mit ihrem Gletscher hat. Das ist optisch sicher ein absolutes Highlight.

Das zweite neue Highlight, das ich extra für das Jubiläum recherchiert habe, ist die Etappe von Falcade über den Monte Grappa. Wir fahren erst über den Passo Valles und den Passo Rolle, beides traumhafte Dolomitenpässe, und kommen nach einer langen, langen Abfahrt zum kleinen Ort Fonzaso. Von dort geht es noch einmal 1.600 Höhenmeter rauf auf den Monte Grappa. Am Monte Grappa habe ich die Strecke extra so gelegt, dass wir ein langes Stück auf der unterhalb des Gipfels führenden schmalen Straße fahren, von der aus man –bei klarem Wetter– einen absoluten Wahnsinns-Blick in die Po-Ebene hat. Man sieht dann die Adria, man sieht die Türme von Venedig, bevor man dann ins malerische Crespano del Grappa abfährt. Auch diese Abfahrt ist ein Traum, sie ist die Rennradstraße schlechthin am Monte Grappa.

Dann haben wir wieder eine ganz neue Strecke im Programm nämlich von Crespano nach Trento. Da fahren wir erstmals über Asiago, auf dieser wunderschönen Hochebene, ein bisschen oberbayrisch sieht es dort aus. Und kommen dann auf die Hochebene von Lavarone. Am Schluss geht es noch einmal über den Passo della Fricca hinunter nach Trento. Auch das ist eine lange, zwar nicht super anstrengende Etappe, die wir so noch nicht gefahren sind.

Auch die letzte Etappe wird neu. Von Trento aus geht es über den Monte Bondone. Da sind wir vor zwei Jahren bereits gefahren jedoch über eine andere, weniger attraktive Strecke. In 2012 geht es wirklich am Gipfel vorbei mit Traum Ausblicken. Auch das ist zum Jubiläum neu, bevor wir dann rüber fahren nach Sarche und dann wieder über den kleinen Passo del Ballino nach Arco. Auf den werden sich alle freuen, denn er ist leicht und man kann von da oben den Lago schon riechen.

Nenn doch vielleicht noch ein, zwei Highlights, die schon öfter gefahren wurden und nächstes Jahr wieder Teil der Strecke sind.


Auf jeden Fall das Timmelsjoch gefolgt vom Jaufenpass auf der Strecke von Sölden nach Brixen. Oft ist es ja so, dass wir am Timmelsjoch noch Schneereste haben, dass wir auf 2.500 Metern sogar noch mit 3 bis 4 Meter hohen Schneewänden an der Seite fahren. Dann haben wir von Brixen aus das Würzjoch und den Furkelpass. Den werden viele fürchten, weil er halt von Olang aus so steile Rampen bis 19% Steigung aufweist. Das ist die klassische Etappe von Brixen nach St. Vigil. Sie ist kurz aber schwer. Sie hat 3.000 Höhenmeter und von Brixen zum Würzjoch haben wir den längsten Anstieg der TOUR nämlich 1.400 Höhenmeter am Stück. Also da werden schon Körner fallen.

Lieber Uli, wir danken Dir für das Gespräch und freuen uns auf eine tolle Schwalbe TOUR Transalp 2012.

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